13. Januar – Bolnuevo XLIV – Bingo

Kein Wind und blauer Himmel, so begrüßte uns heute der Tag beim Frühstück vor der Emma. Wir haben uns auf Jim und Lukas geschwungen und haben unsere Vorräte erst in Mazarrón und dann in Puerto de Mazzaron ergänzt. Wir haben zum ersten mal beim Metzger in Puerto Fleisch gekauft. Der Laden macht einen sehr guten Eindruck, das Fleisch für unser heutiges Gulasch war vorzüglich, sollte man bei Filet vom Rind und vom Schwein auch erwarten. Wie war noch mal der Spruch? „Man gönnt sich ja sonst auch alles“! Jim und Lukas haben uns auch wieder zum Hafen gebracht, da trinken wir gerne mal einen Espresso!

Am Montag ist gewöhnlich Bingo im großen Saal. Isa hat gesagt, wenn sie nichts gewinnt, kommt sie nicht mehr mit zum Bingo. Nächste Woche muss sie noch mal ran. In der dritten Runde dieses Ergebnis:

Linie, das heißt, als erste eine Linie voll, und das war der Preis:

Es gibt immer Rotwein. Eine Flasche ist zwar nicht die Welt, aber es gehen die meisten leer aus. Selbst wenn einem nur noch eine einzige kleine Zahl fehlt. Das war mein bestes Ergebnis von heute:

10. Januar – Bolnuevo XLI – Hexenschuss

Gestern hatte ich schon Stephan gefragt, ob er mit mir zum Einkaufen einer Gasflasche mit seinem Mini fährt. Der hatte dann die weit aus bessere Idee, das Fahrrad mit seinem Hundeanhänger zu nehmen. Vorher ist er noch zu Wolfgang gefahren, um ihn zur Mitfahrt zu animieren. Der musste aber zum Tennis, hatte aber eine gute Info. Gleich nebenan hatte einer der Camper eine Flasche zum Kauf angeboten. Da bin ich gleich hin und habe mit 25€ zugeschlagen. Jetzt habe ich eine 6kg Leichtmetallflasche in Kunststoffhülle. Mit der sind Stephan und ich losgezogen und haben sie in Puerto zum Touristenpreis von 16€ getauscht. Nächstes mal gehe ich doch zur offiziellen Tauschstelle bei REPSOL!

Die Flasche funktioniert, nur ich nicht mehr. Beim Montieren habe ich mich etwas verbogen und das hat mir die Bandscheibe zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel krumm genommen. Jetzt bin ich wieder mal auf Ibu!

63. Tag Ranchot – Freiburg 228 km – wir haben den Frühling im Gepäck!

Am Morgen war die Frontscheibe vereist, Raureif bedeckte den Rasen. Das hat aber die Sonne schnell weggeleckt. Der Sonnenaufgang über der Doubs war wunderschön. Wir haben dann die Sonne eingepackt und haben nach drei Stunden die Grenze zu Deutschland bei Moulhous überquert und den Stellplatz in Freiburg erreicht.

In Freiburg haben wir Janina besucht und lecker gegessen – endlich mal wieder Bratkartoffeln!

62. Tag Montélimar – Ranchot (Doubs) 379 km – Wetter zu gut für die Rückfahrt!

Die Sonne hat uns geweckt und bis zu ihrem Untergang mit strahlend blauem Himmel verwöhnt! Es ist einfach zu schade, dass wir schon auf der Rückfahrt sind. Der Stellplatz in Ranchot liegt direkt am Ufer der Doubs. Die Einrichtungen sind einfach, sauber und! beheizt!

Für eine Zwischenübernachtung sehr gut, man könnte sich auch vorstellen, hier im Sommer eine ganze Weile zu bleiben. Am Doubskanal entlang führt der Rhein-Rhône-Radweg entlang. Den Weg bin ich 2010 auf dem Weg nach Santiago de Compostela geradelt (helmutoptour.de).

Mit Blick auf die Doubs denke ich direkt daran, dass ich mir eine Angelausrüstung zulegen muss!

61. Tag Port-Baracarnes – Montélimar 356 km – nur Landstraße

Die Sonne hat uns am Morgen einen wunderschönen Blick auf die schneebedeckten Pyrenäen beschert. Es war etwas schattig, als wir zur Weiterfahrt Richtung Heimat aufgebrochen sind.

Wir hatten uns vorgenommen, den Autobahngebüren ein Schnippchen zu schlagen. Das ist uns gelungen, doch morgen verfolgen wir ein anderes Konzept, sprich, es wir teurer. 356 km über Frankreichs Landstraßen können einen schaffen. 356 km in sieben Stunden (mit den unverzichtbaren kleinen Pausen) macht einen Schnitt von gerade mal 50 km/h. Andererseits sieht man auch was vom Land. Dann war da noch das Navi. Im Bemühen, die schnellste Strecke zu finden, hat der Algorithmus nicht bedacht, das nicht jeder kurzer Weg die maximale Geschwindigkeit zulässt, schon gar nicht durch die Altstadt von Nímes. Wir haben es jedenfalls geschafft, vor der Dunkelheit den (kostenlosen) Stellplatz in Montélimar im schönen Rhonetal mit seinen zahlreichen Atomkraftwerken (siehe Hintergrund) zu erreichen.

60. Tag Peñíscola – Port-Baracares 548 km

Das war die zweite Etappe auf dem Weg nach Hause. Die ersten 350 km haben wir die Bezahlautobahn genommen. Wenn man Strecke machen will, ist das ok, kostet aber (heute 34€). Hinter Barcelona haben wir wieder den Weg zur Küste gesucht (und gefunden). Die Küstenstraße am Grenzübergang zu Frankreich 🇫🇷 ist einfach fantastisch. Kann man sie auch nicht verfehlen. Einfach nur am Meer lang. Als WoMoFahrer muss man gute Nerven und keine Angst vor dem Abgrund haben. So mit 20/30 km/h im zweiten Gang, auch mal im ersten, geht es um die Kehren. Es gibt nur wenige Stellen, an denen man aussteigen kann um Fotos zu machen. Bei der nächsten Gelegenheit planen wir für den Abschnitt mindestens einen Tag ein! Das Foto entstand kurz vor der Grenze zu Frankreich und einen Frühlingsgruß, Kirschblüten, gibt es dazu.

Das Ziel in Port – Baracares haben wir dann gleich gefunden. Am Abend sind wir dann noch mal ins Dorf geradelt. Mir fiel gleich der Vergleich zum Olsdorfer Friedhof ein, halb so groß aber doppelt so tot. Naja, es ist nicht gerade Hochsaison.

59. Tag Bolnuevo – Peñíscola 457 km – tote Hose

Wir haben die erste Etappe unserer Heimreise geschafft. Mautfrei haben wir Peñíscola direkt am Meer erreicht. Der Platz ist karg ausgestattet, hat Wasser, Kasette kann entleert werden und es gibt zwei Toiletten, das wars. Die Stellplätze sind schmal und man darf nicht mal die Stühle vor die Tür stellen. Reicht also gerade mal zum Übernachten, aber mehr wollen wir auch gar nicht. Der Ort ist auf Sommergäste eingerichtet, jetzt ist hier tote Hose.

Auf dem letzten Platz hatten wir die Spatzen als Gäste, hier bettel ein paar andere Viehcher.

Einen kleinen Spaziergang haben wir uns dann doch gegönnt, Strandpromenade und La Isola, die einzige offene Bar weit und breit.

58. Tag Bolnuevo – last Day

Am Abschiedstag in Bolnuevo haben wir uns mit einem lukullischen Mal bei Leonardo getröstet.

Gester Abend hatten wir eine sehr informative Unterhaltung mit einer jungen Frau aus Irland 🇮🇪, die uns Leonardos Restaurant an der kleinen Marina von Puerto de Mazarrón empfohlen hat. Gerne wären wir mit unseren neuen Bekannten Anna und Sennek hingegangen, Sennek hat sich aber erlaubt, sich eine schmerzhafte Entzündung zuzulegen.

Eine Treppe hoch und man hat einen grandiosen Blick über die Marina und das Mittelmeer.

Bei aller schönen Aussicht, dem angenehmen Ambiente, der Knaller war das Essen! Zur Vorspeise haben wir Miesmuscheln und Venusmuscheln gewählt. Beides in einem vorzüglichen Gemüsesud angerichtet. Der zweite Hauptgang waren dann gebackene Auberginen und frittierter Tintenfisch mit Artischockenherzen. Da passte am Ende nur noch ein Espresso dazwischen!

Zurück auf dem Campingplatz haben wir dann die Abschiesrunde bei unseren Bekannten aus Polen 🇵🇱, Frankreich 🇫🇷 und Deutschland 🇩🇪 gemacht. In der Bar Tierramar gabs zuletzt einen Irlandimport – Guinness 🇮🇪 !

57. Bolnuevo – der Abschied naht

Wieder haben wir einen herrlichen Sommertag genossen. Vom Frühstück vor der Tür bis zum Sonnenuntergang hat der blaue Himmel gestrahlt. Erst haben wir uns bei den Nachbarn schlau gemacht, wie der Internetempfang optimiert werden kann. Das gehen wir nächstes mal an! Es gibt einen öffentlichen Anbieter, der einen Antennenzugang installiert, laufende Kosten dann 22€/M.

Anschließend haben wir wieder Puerto de Mazarrón angesteuert und das Datenvolumen bei Orange aufgestockt – 10GB für 15€.

Der Weg hat uns dann in den Hafen und zu unserer erklärten Lieblingsbar geführt. Unser Standard ist Espresso, großes Bier und Oliven, Oliven!

Was den Tag getrübt hat, war der Gedanke daran, dass morgen der letzte Tag in Bolnuevo ist und es Montag auf die erste Etappe Richtung Heimat geht.

56. Tag Bolnuevo – Mumienschieben oder die jungen Alten sind los

Heute wird es kurz. Tagesprogramm: Testfahrt mit Jim und Lukas, braten in der Sonne in Puerto de Mazarrón, lecker Gambas mit viel Knobi!

Der Abend wurde dann recht unterhaltsam. In der Bar/Sozialraum war Tanz angesagt! Ein Duo war recht verliebt in lateinamerikanisches – bis zur Pause. Die bestand aus einem Bingospiel – nix gewonnen, aber es warten noch viele Tombolapreise.

Nach der Pause wurde es dann ganz flott. Die Bilder zeigen es. Die jungen Alten geben alles!

Isa gewinnt NIE was! Sagt sie immer! Bananen, Äpfel, Apfelsinen, Nüsse, Fisch, Wurst und eine Flasche Wein!